
Die Landesausstellungen in Niederösterreich haben eine lange Tradition: 1960 fand mit "Jakob Prandtauer und sein Kunstkreis" im Stift Melk die erste Niederösterreichische Landesausstellung statt. Niederösterreich war damit das erste Bundesland, das Ausstellungen in solcher Form durchführte. Anfangs im mehrjährigen Rhythmus, wird die Niederösterreichische Landesausstellung im Zweijahresrhythmus durchgeführt und zählte bisher über 8,5 Millionen Besucher. Die Ausstellungen behandeln vielschichtige Themen: Von "Die Suche nach dem verlorenen Paradies" zum 40-Jährigen Jubiläum der NÖ Landesausstellungen 2000 in Melk bis "Feuer & Erde" 2007 in Waidhofen/Ybbs und St. Peter/Au und im Jahr 2009 erstmals sogar länderübergreifend "ÖSTERREICH. TSCHECHIEN. geteilt - getrennt - vereint" in Horn, Raabs und Telč.
Neben dem inhaltlichen Aspekt der Landesausstellungen wird immer auch eine ganz gezielte regionalpolitische Philosophie verfolgt, um in der gesamten Region nachhaltige Impulse auszulösen, die Wertschöpfung zu steigern und für eine langfristige touristische Belebung zu sorgen.
Das Interesse an diesen kulturpolitisch bedeutenden Ausstellungen, mit denen Niederösterreich ein international hohes Ansehen genießt, belegt die Tatsache, dass die Besucherzahlen jedes Jahr steigen und im Vorjahr mit 400.000 Besuchern der Ausstellung "Feuer&Erde" einen bisherigen Höhepunkt erreichten. Die Landesausstellungen in Österreich als eine Form der Vermittlung der Geschichte stellen daher bereits seit Jahrzehnten einen wichtigen Bestandsteil des kulturellen Lebens in Österreich dar.
3382 Schallaburg 1
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