Herausforderung angenommen! Kulturvermittlung neu denken.

5. Symposium Kulturvermittlung

Seit dem Ausbruch der Covid-19-Krise wandeln sich die bisherigen Regeln des gesellschaftlichen Miteinanders. Nicht nur die Bedürfnisse der Kulturkonsument*innen, auch die Spielregeln beim Besuch eines Museums, Theaters, Konzerts oder einer Lesung haben sich geändert bzw. sind immer noch einem Wandel unterworfen. Die Wochen des Lockdowns haben gezeigt, wie fragil die etablierte Praxis des Kulturschaffens und der Kulturvermittlung ist. Dass in den letzten Jahren in vielen Bereichen bereits neue Formate der Kulturvermittlung zum Einsatz kommen, hat sich seit Ausbruch der aktuellen Gesundheitskrise nun vielfach bewährt. Vom Digitalen Museum über virtuelle Performances – etwa von Theatern, Festspielen und Kabaretts – bis hin zu Balkonkonzerten gibt es zahlreiche Versuche, Kultur abseits klassischer Besuche kreativ und spielerisch zu vermitteln.

Bei unserem 5. Kulturvermittlungs-Symposium in St. Pölten dreht sich alles um die Fragen: Wie reagiert die Kulturvermittlung auf gesellschaftliche Veränderungen jetzt und in Zukunft? Wie verändert sich unser Blick auf Kunst und Kultur angesichts dieses gesellschaftlichen Wandels? Wo liegen die Unterschiede zwischen digitalen Angeboten und dem physischen Besuch, wie können diese für die Kulturvermittlung zusammenspielen? Und wie sieht dann der neue Alltag in der Kulturvermittlung etwa für die Dialoggruppe der Kinder aus?

Wie bereits bei den vorangegangenen Tagungen, wird auch dieses Symposium neue Formate der Wissensvermittlung einbinden und die klassischen Formen einer wissenschaftlichen Tagung erweitern. So werden zum einen künstlerisch-praktische Workshops als alternative Form des Erkenntnisgewinns ein zentraler Bestandteil sein. Zum anderen sind insbesondere Referent*innen aus der wissenschaftlichen, künstlerischen oder kulturvermittelnden Theorie und Praxis gefragt, die die üblichen repetitiven Formen wissenschaftlicher Präsentation verlassen und neue Wege des Diskurses beschreiten. 

 

Folgende Fragen werden im Rahmen des Symposiums behandelt

  1. Wie kann Kulturvermittlung auf gesellschaftliche Veränderungen/Phänomene reagieren? Was bedeutet kulturelle Teilhabe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten? Wird Kultur nun wieder zum Luxusgut?
  2. Welche Erkenntnisse können aus der Zeit der Covid-19-Krise in Bezug auf Kulturvermittlung für Kinder (im familiären als auch im schulischen Verband) gewonnen werden? Wie wurden Angebote während der Krise angenommen? Was ist das Feedback der Besucher*innen, insbesondere auch der Pädagog*innen? Welche Formen von Partizipation an der Kulturvermittlung sind vor allem für unsere jüngsten Teilnehmer*innen sinnvoll und wie kann dabei die Resilienz gefördert werden?
  3. Wie wichtig ist der („authentische“) Ort des Diskurses und der Vermittlung? Was bedeutet analoge & digitale Kulturvermittlung während bzw. nach der Krise? Best, Worst & Failed Practice Beispiele.
  4. Wo sind Änderungen der strukturellen Grundbedingungen der Kulturvermittlung nötig? Wird die derzeitige Veränderung zu neuen Aufgaben und Tätigkeitsfeldern in der Kulturvermittlung führen und welche Wertigkeit erfahren sie?

 

Einreichung

Für eine Einreichung geeignet sind Beiträge zur Kulturvermittlung, die sich mit den oben genannten Fragestellungen auseinandersetzen und einen Bezug zu den Themenfeldern Kulturelles Erbe, Entertainment, Infotainment, Change Management, Utopien der Kulturvermittlung theoretisch/empirisch wissenschaftlich, ästhetisch-diskursiv oder reflexive künstlerische Praxis, Performance oder partizipative Aktion haben.

Der Aufruf gilt für Vorträge und Workshop-Angebote. Der Veranstalter übernimmt die Kosten für An- und Abreise, die Hotelkosten sowie ein Honorar.

Einreichungsschluss ist der 12. Juli 2020

Bei Ihrer Einreichung müssen folgende Angaben gemacht werden:

● Titel des Vortrags oder Workshops
● Vollständiger Name und Kontaktdaten
● Abstract (maximal 500 Zeichen)
● definiertes Format (Workshop, Vortrag, Diskussion, Round Table etc.)
● (Lern-)Ziele für die Teilnehmer*innen
● Links und/oder Publikationsliste (falls vorhanden)
● Präsentationssprache (bevorzugt Deutsch/Englisch) 

Die gesammelten Unterlagen bitte per Mail an: symposium[at]kulturvermittlung.net

 

Informationen

Alle Informationen zum Download als PDF

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