Symposium
Das Internationale Symposium Kulturvermittlung in St. Pölten ist das einzige Symposium im deutschsprachigen Raum, das alle Sparten der Kulturvermittlung vereint und in einem transdisziplinären Rahmen zusammenführt: von bildender Kunst über Musik, Tanz, Film und Theater bis hin zu Geschichte, Natur und Technik.
Bei der 7. Ausgabe der Veranstaltung, die von der NÖKU-Gruppe in Kooperation mit der Kultur.Region.Niederösterreich veranstaltet wurde, trafen Expert:innen aus allen Bereichen der Kulturvermittlung sowie aus der Regionalkultur im KinderKunstLabor für zeitgenössische Kunst zusammen. Unter dem Motto „Kultur vermitteln mit und für junge Menschen“ standen aktuelle Fragestellungen und Zukunftsvisionen ebenso im Zentrum wie die Positionierung von Kulturinstitutionen für die Arbeit mit jungen Menschen.
„Wir möchten mit dieser Tagung Erwachsene ermutigen, beim eigenen Denken und Handeln immer wieder einen Perspektivenwechsel vorzunehmen, Gelerntes in Frage zu stellen und Alternativen zuzulassen“, stellt Matthias Pacher, Geschäftsführer der NÖ Museum Betriebs GmbH und Mitorganisator des Symposiums, fest.
Inhaltliche Kernfragen lauten: Wie kann Kulturvermittlung transformativ wirken und gesellschaftliche Veränderungsprozesse unterstützen? Wie können Institutionen mit jungen Menschen gemeinsam Teilhabe- und Mitgestaltungsprozesse entwickeln? Welche Räume kann Kulturvermittlung für sinnhafte Erfahrungen öffnen? Wie kann Kulturvermittlung die Förderung, Beteiligung und den Schutz junger Menschen in Institutionen ermöglichen? Welche Rolle übernimmt Kulturvermittlung hier in einer sich schnell verändernden Welt, die von Krisen geprägt ist?
„Die Anzahl und die Qualität an Einreichungen zum Symposium waren geradezu überwältigend“, freut sich Pacher. „Insofern haben wir uns als NÖKU-Kulturvermittlungsteam gemeinsam mit der Kultur.Region.Niederösterreich für eine Vielfalt an Sichtweisen entschieden. Statt einiger weniger Streiflichter zur Kulturvermittlung mit und für junge Menschen vor den Vorhang zu holen, können wir das Feld auf diese Weise umfassend beleuchten.“
Die Teilnehmenden des Symposiums erwarteten zwei dichte Tage mit einer Bandbreite an Ideen und Anregungen aus einem differenzierten Kompetenzspektrum. Die Beiträge waren in Sessions mit sieben Themenbereichen unterteilt: Kinderrechte, Demokratie und Gesellschaft, Leben mit Krisen, Co-Creation mit Communities, Empowerment, Medien und Trends, Kulturkontakte & Raum. Neben Vorträgen, partizipativen Performances und Best-Practice-Beispielen bot die Tagung auch diesmal wieder eine Reihe von Workshops sowie Hands-On-Stationen und damit viel Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Für die Keynotes konnten Luise Meergans, Leiterin der Abteilung Programme des Deutschen Kinderhilfswerkes, und Künstlerin und Pädagogin Graziela Kunsch gewonnen werden. Ihre Vorträge zu den Kinderrechten und den Bedingungen des Heranwachsens junger Menschen heute verschaffen neue Sichtweisen, wie junge Menschen in Institutionen gefördert werden können.