Vision 2030
Unsere Vision beschreibt unser angestrebtes Zukunftsbild bis zum Jahr 2030, das uns allen eine Richtung und Motivation gibt. Sie zeigt auf, was die NÖKU-Gruppe vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen bewirken und erreichen will.
Die NÖKU-Gruppe hat mit ihrem hohen künstlerischen bzw. wissenschaftlichen Anspruch inhaltlich Gewicht und stellt eine – im doppelten Sinne – kritische Masse dar: Sie hat eine kritische Größe und als wichtiger Wertschöpfungs- und Beschäftigungsfaktor wirtschaftlich Gewicht. Nach innen und außen ist sie eine Gemeinschaft, geprägt von kritischem Denken und hohem Qualitätsanspruch sowie von Dialog, Selbstreflexion und der Bereitschaft der Institutionen zu stetigem Lernen.
Kunst, Kultur und Wissenschaft sind eine starke gesellschaftliche Kraft. Unsere Institutionen stellen mit den Mitteln der Kunst und der Wissenschaft die wichtigen Fragen zu Gegenwart und Zukunft, und mit ebendiesen Mitteln zeigen sie mögliche Lösungen und Utopien auf. Wir meistern Herausforderungen erfolgreich, indem wir bewusst vielfältige interne und externe Kooperationen eingehen. Gemeinsames Denken, Handeln und Gestalten ermöglichen es den einzelnen NÖKU-Institutionen, mutig und innovativ zu sein und neue Wege zu beschreiten. Ziel der inhaltlichen Kooperationen sind vor allem innovative, spartenübergreifende Projekte und Formate sowie die Erweiterung von bestehenden und die Erschließung von neuen Zielgruppen.
Zwischen den einzelnen Institutionen werden konsequent alle organisatorischen, finanziellen, personellen, kommunikativen und anderen Synergien identifiziert und genützt. Wir teilen in der NÖKU-Gruppe die Überzeugung, dass wir gemeinsam und gemeinschaftlich mehr erreichen können. Zusammenarbeit ist das Gebot der Stunde.
Die NÖKU-Gruppe erreicht mehr Menschen als bisher, auch ein diverseres Publikum und somit einen größeren Querschnitt der Gesamtbevölkerung. Damit leistet die NÖKU-Gruppe einen Beitrag gegen das Auseinanderdriften der Gesellschaft.
Die Institutionen legen den Fokus auf Inhalt und Qualität sowie auf eine zeitgemäße und anspruchsvolle Vermittlung, um eine positive Prägung für Kunst und Kultur zu erreichen; damit setzen wir nicht nur neue Standards im Bereich der Vermittlung, sondern entfalten auch eine größere Reichweite und gesamtgesellschaftliche Relevanz. Eine enge Vernetzung des Kunst- und Wissenschaftsbereichs mit dem Bildungssektor schafft zum Beispiel bei Kindergarten- und Schulgruppen einen positiven Impuls in einem gesamtgesellschaftlichen Querschnitt und stärkt damit gesellschaftlichen Zusammenhalt und Resilienz.
Neue Formate, Gesprächs- und Diskussionsveranstaltungen sowie innovative und einladende Settings bei Ausstellungen und Veranstaltungen werden gezielt gefördert. Wir stärken unsere Beziehung zum Publikum und schaffen inspirierende Begegnungen zwischen Gästen, Künstlerinnen und Künstlern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
Wir wecken Neugierde und regen unser Publikum dazu an, freudvoll neue Perspektiven einzunehmen. Wir schaffen es, dass Menschen „Schwellenlust“ (im Sinne von Lust auf Neues oder Unbekanntes) statt Schwellenangst verspüren. Kunst und Wissenschaft sind ein perfektes „Trainingscamp“ bzw. ein geschützter Raum für Menschen, um zu lernen, mit Ambiguität umzugehen. Diese Fähigkeit, mehrdeutige oder widersprüchliche Situationen zu akzeptieren und auszuhalten, ist eine wichtige zu erlernende Fähigkeit, um mit den Herausforderungen der Gegenwart und noch mehr der Zukunft zu Rande zu kommen. Unsere Kulturinstitutionen sind der geschützte Raum für das Erlernen dieser Kompetenzen. Unsere wissenschaftlichen Institutionen tragen mit ihren Programmen und Vermittlungsformaten wesentlich dazu bei, die wachsende Wissenschaftsskepsis zu reduzieren.
Die Grundsätze der Positionierung der NÖKU-Holding sind:
- Stärkung der betrieblichen Selbstbestimmung und Eigenverantwortung der Tochterbetriebe und inhaltlichen Institutionen
- Reduktion operativer Eingriffe und Fokussierung auf strategische Steuerung
- Schaffung der Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlich und organisatorisch erfolgreichen künstlerischen und wissenschaftlichen Betrieb.
- So wird eine lebendige und gleichzeitig koordinierte Kunst- und Kulturlandschaft im Bundesland Niederösterreich sichergestellt.
Ad Schwellenlust: Von „Schwellenlust“ und der Lust an der Zukunft spricht der Philosoph Dieter Thomä. Nachzuhören hier.
Ad Trainingscamp: Der Politologe Ivan Krastev führte diesen Gedanken in seinem Vortrag bei einem Führungskräfte-Workshop der NÖKU-Gruppe im Juni 2024 aus.